Pallimergency
Notfallmedizin trifft Palliativmedizin
Dr. med. Susanne Frankenhauser
Referentin
Dr. med. Susanne Frankenhauser
1
2009-2018: Klinik für Anästhesiologie Uni Heidelberg
Ausbildung in universitäter Anästhesiologie. Zusatzbezeichnung Notfallmedizin und Spezielle Schmerzmedizin. Erfahrung auf Palliativstation und in SAPV.
2
2018-2022: CiRN, BG Klinik Ludwigshafen
Tätigkeit in präklinischer Notfallmedizin. Verantwortung für Aus-, Fort- und Weiterbildung medizinischen Personals.
3
2022-2024: SAPV-Tätigkeit (Mannheim, Heidelberg)
Spezialisierte ambulante Palliativversorgung in der Metropolregion Rhein-Neckar.
4
seit 2024: Allgemeinmedizin
Erweiterung des Tätigkeitsfeldes in die Allgemeinmedizin für ganzheitliche Patientenversorgung.

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Kennenlernen
1
Prävalenz in der Praxis
Wie viel Prozent der Rettungsdiensteinsätze schätzen Sie, betreffen Patienten in einer palliativen Versorgungssituation?

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Kennenlernen
1
Prävalenz in der Praxis
Wie viel Prozent der Rettungsdiensteinsätze schätzen Sie, betreffen Patienten in einer palliativen Versorgungssituation?
2
Bisherige Fortbildungserfahrung
Wie viele Fortbildungen zu diesem Thema haben Sie bisher besucht?

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Kennenlernen
1
Prävalenz in der Praxis
Wie viel Prozent der Rettungsdiensteinsätze schätzen Sie, betreffen Patienten in einer palliativen Versorgungssituation?
2
Bisherige Fortbildungserfahrung
Wie viele Fortbildungen zu diesem Thema haben Sie bisher besucht?
3
Subjektive Handlungssicherheit
Wie sicher fühlen Sie sich in Einsätzen mit diesem Themengebiet?

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Definition der WHO
"Palliativmedizin ist ein Ansatz zur Verbesserung der Lebensqualität von Patienten und ihren Familien, die mit den Problemen konfrontiert sind, die mit einer lebensbedrohlichen Erkrankung einhergehen, und zwar durch Vorbeugen und Lindern von Leiden, durch frühzeitiges Erkennen, gewissenhafte Einschätzung und Behandlung von Schmerzen sowie anderen belastenden Beschwerden körperlicher, psychosozialer und spiritueller Art."
Diese WHO-Definition hebt den ganzheitlichen Ansatz hervor, der Patient und Familie umfasst, und betont die Verbesserung der Lebensqualität über die bloße Lebensverlängerung hinaus. Ein proaktiver Fokus liegt auf der Prävention und Linderung von Leiden statt nur auf der Reaktion auf Symptome.
Körperlich
Schmerzmanagement, Symptomkontrolle
Psychosozial
Emotionale Unterstützung, soziale Aspekte
Spirituell
Sinnfragen, existenzielle Begleitung
World Health Organization. (2002). WHO Definition of Palliative Care. Retrieved from https://www.who.int/health-topics/palliative-care

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Definition der WHO
"Palliativmedizin ist ein Ansatz zur Verbesserung der Lebensqualität von Patienten und ihren Familien, die mit den Problemen konfrontiert sind, die mit einer lebensbedrohlichen Erkrankung einhergehen, und zwar durch Vorbeugen und Lindern von Leiden, durch frühzeitiges Erkennen, gewissenhafte Einschätzung und Behandlung von Schmerzen sowie anderen belastenden Beschwerden körperlicher, psychosozialer und spiritueller Art."

Wichtig für die Notfallmedizin: Die WHO-Definition macht deutlich, dass Palliativmedizin ein aktiver, ganzheitlicher Behandlungsansatz ist – keine passive "Sterbehilfe". Sie erfordert fachliche Expertise und eine gewissenhafte Einschätzung der Patientensituation, was auch in Notfallsituationen von zentraler Bedeutung ist.
World Health Organization. (2002). WHO Definition of Palliative Care. Retrieved from https://www.who.int/health-topics/palliative-care

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Wer ist ein Palliativpatient?
Unheilbare Erkrankung
Eine Grunderkrankung, die nach dem aktuellen Stand der Medizin nicht mehr kurativ behandelt werden kann. Dies umfasst fortgeschrittene Tumorerkrankungen sowie weit fortgeschrittene chronische Erkrankungen wie Herzinsuffizienz im Endstadium, COPD Gold IV, neurodegenerative Erkrankungen oder terminale Niereninsuffizienz.
Limitierte Lebenszeit
Eine prognostisch begrenzte Lebenserwartung, die typischerweise in Monaten bis wenigen Jahren bemessen wird. Die Einschätzung der verbleibenden Lebenszeit ist oft schwierig und mit Unsicherheiten behaftet, stellt jedoch ein wichtiges Kriterium zur Einordnung der Versorgungssituation dar.
Belastende Symptome
Das Vorliegen von körperlichen, psychischen oder sozialen Symptomen, die die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen und eine spezialisierte Symptomkontrolle erfordern. Diese können vielfältig sein und reichen von Schmerzen und Atemnot bis hin zu psychischen Belastungen.

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Symptomprävalenz beim Palliativpatienten
80%
Schmerzen
60-100% der Palliativpatienten
70%
Schwäche
50-90% der Palliativpatienten
37.5%
Dyspnoe
25-50% der Palliativpatienten
35%
Übelkeit, Erbrechen
25-45% der Palliativpatienten
40%
Obstipation
35-45% der Palliativpatienten
30%
Depression, Angst
30% der Palliativpatienten
20%
Ödeme, Aszites
10-30% der Palliativpatienten
Quellen:
  • Bruera, E., et al. (1991). The Edmonton Symptom Assessment System (ESAS): A simple method for the assessment of palliative care patients. Journal of Palliative Care, 7(2), 6-9.
  • Baines, M. J. (1997). ABC of palliative care: Pain management. BMJ, 315(7113), 801-804.
  • Kaye, P. (1996). Symptom Control in Hospice and Palliative Care. Hospice Education Institute.
  • Jonen-Thielemann, I. (1993). Symptomkontrolle in der Palliativmedizin. Schattauer Verlag.
  • Grond, S., et al. (1996). Assessment of cancer pain: A prospective evaluation. Journal of Pain and Symptom Management, 12(4), 209-215.

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Symptomprävalenz beim Palliativpatienten
Schmerzen (60-100%)
Das häufigste und oft belastendste Symptom. Kann verschiedene Ursachen haben: tumorbedingt, therapiebedingt oder unabhängig von der Grunderkrankung.
Schwäche (50-90%)
Fatigue und allgemeine Schwäche beeinträchtigen massiv die Lebensqualität und die Selbstständigkeit der Patienten.
Übelkeit, Erbrechen (25-45%)
Kann medikamentös, durch die Grunderkrankung oder durch metabolische Entgleisungen bedingt sein.
Obstipation (35-45%)
Häufig durch Opiattherapie verstärkt, aber auch durch Immobilität und reduzierte Flüssigkeitszufuhr.
Dyspnoe (25-50%)
Atemnot ist ein extrem belastendes Symptom, das oft mit massiver Angst einhergeht und rasche Intervention erfordert.
Ödeme, Aszites (10-30%)
Flüssigkeitsansammlungen durch Organversagen, die zu erheblichen Beschwerden führen können.
Depression, Angst (30%)
Psychische Belastungen sind häufig und benötigen ebenso viel Aufmerksamkeit wie körperliche Symptome.
Weitere Symptome
Verwirrtheit, Schlafstörungen, Appetitlosigkeit, Mundtrockenheit und viele weitere Beschwerden können auftreten.
Quellen:
  • Bruera, E., et al. (1991). The Edmonton Symptom Assessment System (ESAS): A simple method for the assessment of palliative care patients. Journal of Palliative Care, 7(2), 6-9.
  • Baines, M. J. (1997). ABC of palliative care: Pain management. BMJ, 315(7113), 801-804.
  • Kaye, P. (1996). Symptom Control in Hospice and Palliative Care. Hospice Education Institute.
  • Jonen-Thielemann, I. (1993). Symptomkontrolle in der Palliativmedizin. Schattauer Verlag.
  • Grond, S., et al. (1996). Assessment of cancer pain: A prospective evaluation. Journal of Pain and Symptom Management, 12(4), 209-215.

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